100 Jahre Marko Feingold

Anlässlich des 100. Geburtstages von Marko Feingold, Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Salzburg, dankt SPÖ-Landesparteivorsitzender Walter Steidl dem unermüdlichen Einsatz des Jubilars: „Marko Feingold ist mit seinem jahrzehntelangen Engagement ein großes Vorbild gegen das Vergessen der nationalsozialistischen Gräueltaten. Mit seinem immer offenen Ohr für junge Menschen hat er als Zeitzeuge die Gespräche der Jugend gesucht und die Erinnerung an die Terrorherrschaft der NationalsozialistInnen wachgehalten. Wir wünschen Marko Feingold alles Gute zu seinem 100. Geburtstag und viel Kraft für sein weiteres Wirken.“

Marko Feingold wurde am 28. Mai 1913 in Neusohl (Banska Bistriza) als drittes Kind geboren und besuchte später in Wien die Volks- und Unterrealschule, wurde kaufmännischer Lehrling, besuchte die Handelsschule und legte nach 3 Jahren die Kaufmannsgehilfenprüfung ab und war mehrere Jahre als Handelsangestellter und Reisender in Österreich und benachbarten Ländern tätig. Nach dem Anschluss 1938 wurde Feingold inhaftiert und kämpfte in mehreren Konzentrationslagern um sein Überleben. 1945 wurde er mit wenig anderen Gefangenen aus dem KZ Buchenwald befreit und durfte wenig später die Heimreise antreten. Nach den Kriegswirren gründete Marko Feingold gemeinsam mit Eduard Goldmann ein erfolgreiches Modefachgeschäft. Nach seiner Pensionierung widmete sich Feingold als Präsident der israelitischen Kultusgemeinde Salzburg vor allem der Aufklärungs- und Informationsarbeit, als Mahner gegen das Vergessen.

Er ist gern gesehener Gast, aber auch Vortragender bei zahlreichen Veranstaltungen des Salzburger Renner-Institutes und war 2011 Hauptredner bei der Gedenkfeier der Sozialdemokratischen FreiheitskämpferInnen am Salzburger Kommunalfriedhof. Marko Feingold erhielt zahlreiche Ehrungen für sein Lebenswerk (u. a. Ehrenzeichen für Verdienste um die Befreiung Österreichs, das goldene Verdienstzeichen des Landes Salzburg und den Kurt-Schubert-Gedächtnispreis).

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